Was ist "Schächten"
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- Kategori: Christliche Kirche
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- Adile Pannicke tarafından yazıldı.
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Übernahme des Textes mit freundlicher Genehmigung von Dr. Anton Rotzetter und AKUT CH. Danke
AKUT-CH Aktion Kirche und Tiere
Sekretariat Rübibachstr. 9, CH-6372 Ennetmoos
Tel: 0041 (0)41 610 32 31 , Mail: akut-ch©bluewin.ch
Statement zur in CH beabsichtigten Aufhebung des Schächtverbotes 2002
In der Beilage befindet sich ein Text von Dr. Anton Rotzetter und ein Zeitungsartikel.
Sicher erinnern Sie sich noch, dass der schweiz. Bundesrat im Jahre 2001 aus politischen Erwägungen das Schächtverbot aufheben wollte.
Verschiedene Aktionen seitens der Bevölkerung haben Gott sei Dank letztlich dazu geführt, dass im März 2002 dieses Vorhaben fallengelassen wurde und das Verbot für betäubungsloses Schächten weiterhin Geltung hat.
Damals war Anton Rotzetter noch nicht Präsident von AKUT, er hatte aber diese Stellungnahme für uns geschrieben und an den Bundesrat geschickt.
Statement zur angestrebten Aufhebung des Schächtverbots des schweiz. Tierschutzgesetzes
von Dr. theol. Anton Rotzetter
1. Staunend stehen wir vor der Tatsache, dass das Judentum und der Islam das Tier mit einer grossen Würde umgeben. Das Christentum kann von ihren beiden Schwesterreligionen nur lernen. So werden die Tiere im Schöpfungsbericht (Gen 1,20ff) dem Menschen beigesellt. Sie werden mit einem ähnlichen Segen bedacht wie der Mensch. Die Zehn Gebote (Dtn 5,3) fordern vom Menschen, die Tiere gleicherweise in die Sabbatruhe einzubeziehen. Eine ähnlich grosse Stellung geniesst das Tier auch im Islam.
2. Das Schächten ist in beiden Religionen ursprünglich ein Ausdruck der genannten Würde des Tieres. Auf dreifache Weise will das Schächten die Gewalt des Menschen gegenüber dem Tier eindämmen und die Ehrfurcht vor dem Leben zur Geltung bringen:
• Das rituelle Schlachten ist die einzig erlaubte Weise der Tiertötung. Damit sollen die Jagd und ähnliches ausgeschlossen sein. Fleisch, das nicht rituell getötet wurde, darf nicht gegessen werden.
• Das Schächten selbst ist im Vergleich zu anderen archaischen Tötungsmethoden weniger schmerzvoll. Zudem bestehen genaue Vorschriften, die der Metzger einzuhalten hat, um das Leiden der Tiere möglichst gering zu halten.
• Das Ausrinnen des Blutes ist durch den Glauben begründet, dass man auf diese Weise nicht eigentlich tötet, sondern das Leben wahrt.
3. Von einem heutigen Standpunkt aus ist jedoch das Schächten nicht mehr die Schlachtmethode, die am wenigsten Leiden produziert. Die ursprüngliche Absicht des Schächtens wird also durch das Schächten gerade nicht mehr realisiert. Zudem handelte es sich früher in der Regel um Einzelschlachtungen und nicht um Massentötungen. Deshalb ist unseren Schwesternreligionen zuzumuten, entweder vom Schächten ganz abzusehen oder es nur dann zu tun, wenn durch eine vorausgehende Betäubung der Schmerz verkleinert bzw. aufgehoben wird.
4. Ganz allgemein müssen aber auch alle anderen Schlachtmethoden (Massenschlachtung, mechanische Tötung) dem gleichen Kriterium unterzogen werden. Als Menschen müssen wir realisieren, dass wir hier dem Geheimnis des Lebens gegenüberstehen, das letztlich unantastbar ist. Diesbezüglich wollen wir von unseren Schwesternreligionen lernen. Gerade das Auslaufenlassen des Blutes bei der Schächtung ist ja vom Bewusstsein getragen, dass das Leben der menschlichen Manipulation entzogen ist. Dies muss in einer Gesetzgebung zum Ausdruck kommen, die dem Schutz des Lebens verpflichtet sein will.
5. Ebenso dringlich muss dieses Anliegen in die Art und Weise der Tierhaltung hineingetragen werden. Wir müssen uns bewusst machen, dass die Tiere unsere älteren Geschwister sind. Nach dem oben genannten Schöpfungsbericht sind die Tiere gerade nicht die Emährungsgrundlage des Menschen, sondern dem Menschen als Gegenüber beigesellt. Zwar vermögen sie nicht die ganze Sehnsucht des Menschen zu erfüllen; nur ein Mensch kann die wirkliche Ergänzung und Hilfe des Menschen sein. Dennoch sind die Tiere aufgrund der Schöpfungsgeschichte Wesen, die sich dem Zugriff des Menschen letztlich entziehen. Franz von Assisi sieht in ihnen darum Schwestern und Brüder.
6. Freilich leben wir auch nach der Bibel faktisch in einer Welt, in der die ursprüngliche Schöpfung verdunkelt ist. In einer solchen Welt sind die Tiere zur Nahrungsgrundlage des Menschen geworden. Aus verschiedenen Gründen muss aber der Fleischkonsum um ein Vielfaches reduziert werden:
• Der Massenfleischkonsum ist heute der grösste umweltzerstörende Faktor.
• Das Gerechtigkeitsempfinden, nach dem alle Menschen den gleichen Lebensstandard erreichen können müssen, verlangt eine radikale Umstellung der Emährungsweise der Menschen.
Wir sind also gegen eine Aufhebung des Schächtverbots genau so, wie wir gegen das Leiden der Tiere bei Aufzucht, Haltung, Transport und unsere gängigen Schlachtmethoden sind. Wir sind dabei getragen von einer spirituellen und politisch wirksamen Motivation, die ursprünglich letztlich hinter dem Schächten steht.
Im Januar 2002
Dr. theol. Anton Rotzetter, Kapuziner, Gründer und langjähriger Leiter des Instituts für Spiritualität in Münster / Westfalen, Dozent für franziskanische Theologie und Spiritualität, Verfasser und Herausgeber von ca. 70 Büchern, seit 2006 Präsident der Aktion Kirche und Tiere / Schweiz.
Von: akut-ch [mailto: Bu e-Posta adresi istenmeyen posta engelleyicileri tarafından korunuyor. Görüntülemek için JavaScript etkinleştirilmelidir. ]
Gesendet: Dienstag, 1. April 2008 12:58
An: IPannicke©t-online.de
Betreff: Statement zur in CH beabsichtigten Aufhebung des Schächtverbotes 2002
Liebe Adile,
In der Beilage schicke ich Ihnen einen Text von Dr. Anton Rotzetter und einen Zeitungsartikel. Sicher erinnern Sie sich noch, dass der schweiz. Bundesrat im Jahre 2001 aus politischen Erwägungen das Schächtverbot aufheben wollte. Verschiedene Aktionen seitens der Bevölkerung haben Gott sei Dank letztlich dazu geführt, dass im März 2002 dieses Vorhaben fallengelassen wurde und das Verbot für betäubungsloses Schächten weiterhin Geltung hat.
Damals war Anton Rotzetter noch nicht Präsident von AKUT, er hatte aber diese Stellungnahme für uns geschrieben und an den Bundesrat geschickt.
Herzliche Grüsse und bis bald,
Ihre
Annette Maria Forster
Vorstandsmitglied und Sekretariat
AKUT-CH Aktion Kirche und Tiere
Sekretariat Rübibachstr. 9, CH-6372 Ennetmoos
Tel: 0041 (0)41 610 32 31 , Mail: akut-ch©bluewin.ch
www.aktion-kirche-und-tiere.ch

Die Verantwortung des Menschen für das Tier Arbeitshilfen Nr. 113 Herausgeber: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Kaiserstr. 163, 53113 Bonn. Franziskustag, Bonn, 4. Oktober 1993 Prälat Wilhelm Schätzler, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz.
Der Tierschutz ist ein besonders deutlicher Bereich der menschlichen Verantwortung für die Schöpfung. Tiere sind lebende und fühlende Mitgeschöpfe des Menschen, die einen Eigenwert in Gottes guter Schöpfung haben. Deshalb wird Tierschutz heute immer mehr als eine sittliche Verpflichtung empfunden. DIe Ausrottung einer ganzen Tierart kann im ungünstigsten Falle zu empfindlichen Störungen des Gleichgewichts in dem betroffenen Ökosystem führen. Bedrohte Tierarten zu schützen, hat man sich erfreulicherweise in internationalen Artenschutzabkommen geeinigt. Auf die Einhaltung dieser Abkommen muss hingearbeitet werden. Zudem stellt das Faktum, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist, diesen folgerichtig vor die Aufgabe, Repräsentant Gottes in der Schöpfung zu sein. Denn Stellvertretung bedeutet doch, im Sinne des eigentlichen Souveräns zu agieren. Da man selbst nicht möchte, dass einem Schmerzen ohne vernünftigen Grund zugefügt werden, ist es ethisch bedenklich, dies einem anderen schmerzempfindenden Wesen ohne ebensolchen Grund anzutun. Tierversuche Tierversuche an lebenden Tieren sind einzudämmen und Versuche an Zellkulturen vorzunehmen. Es ist eine ethische Pflicht, bereits bestehende Tierversuchsergebnisse umgehend einer breiten wissenschaftlichen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, auch wenn die ökonomische Umsetzung von Ergebnissen der Tierversuche darunter leiden sollte. Tierversuche zum Zwecke der Erforschung von Kosmetika sind sittlich unerlaubt. Nutztierhaltung Dort wo Tiere in beträchtlicher Stückzahl zum Zweck der Nahrungsmittelproduktion gehalten werden, sie offensichtlich darunter leiden und oftmals sogar körperliche Schäden davon tragen, sind grundsätzliche Bedenken anzumelden. Wir müssen uns fragen, ob etwa der Genuss eines täglichen Stückes Fleisch das Leid von Tieren in großer Zahl rechtfertigen kann. Es muss darauf gedrängt werden, den Tieren eine artgerechte Unterbringung zu gewähren. Diese Kriterien gelten nicht nur für die Massentierhaltung, sondern für jegliche Form der Haustierhaltung. Der Lebendtransport von Schlachtvieh wird von den Händlern gewählt, weil er billiger, die Fleischqualität des lebenden Tieres länger zu erhalten und besser zu beurteilen ist. Diese wirtschaftlichen Vorteile gleichen jedoch den oftmals tagelangen, für die Tiere quälenden Transport nicht aus, so dass auf eine Unterbindung dieser Methode gedrängt werden muss. Luxusprodukte sind nicht notwendig und daher ist ihre Herstellung, soweit Tiere davon betroffen sind, sittlich unerlaubt, z.B. Pelzmantel, Gänsestopfleber, Froschschenkel. Gentechnik Sowohl die Problematik der Tierversuche als auch die der Massentierhaltung wird beträchtlich verschärft, wenn sie mit der Frage einer gentechnischen Veränderung der Versuchs- und Nutztiere einhergeht. Hier geschieht ein massiver Eingriff in die von der Schöpfung vorgegebenen Integrität (Unversehrtheit) der betroffenen Tiere. Der Eingriff in die Keimbahn eines Lebewesens bedeutet unweigerlich eine tiefgreifende Veränderung seines Wesens. Das gilt für Tiere ebenso wie für den Menschen. Gentechnische Manipulationen verändern die Lebewesen jedoch in derart schneller, tiefgreifender und häufig nicht umkehrbare Weise, dass diese Verfahren nicht einfach bedenkenlos hingenommen werden können. Der Mensch ist vom Schöpfer berufen, als sein Repräsentant und Beauftragter die Welt in Ehrfurcht vor allem Geschaffenen zu begegnen, die Welt zu gestalten, sie zu nutzen und ihrer Erhaltung zu dienen. "Macht euch die Erde untertan..." Gen. 1,28" ist kein Freibrief zur willkürlichen und egoistischen Ausbeutung der Natur, sondern Fürsorge und Verantwortung für die Schöpfung und alles Leben in ihr. Wie wenig die Tiere menschlicher Willkür preisgegeben werden, kann man auch daran erkennen, dass nach dem ersten Schöpfungsbericht Mensch und Tier nur vegetarische Nahrung zugewiesen wird. (Gen. 1,29) Der Mensch weicht nach der Bibel von Anfang an seiner göttlichen Bestimmung zur Welterhaltung und Weltgestaltung aus und fügt dadurch nicht nur sich, sondern auch seinen Mitgeschöpfen und der Erde Schaden zu. Durch Jesu Tod und Auferstehung ist Heil in die Welt gekommen, das die ganze Schöpfung umfasst. Darauf weist Paulus im Römerbrief 8,19-22 hin, wenn er von der Hoffnung auf die Erlösung der Welt spricht. Die Erlösungstat Jesu Christi erstreckt sich nach dem Neuen Testament nicht nur auf die Menschen, sondern auf alle Kreaturen, ja auf den ganzen Kosmos (Kol. 1,15-20, Eph 1,3-14). Durch Jesus Christus ist die Heilung der Schöpfung und ihre Rückführung zu Gott unwiderruflich in Gang gekommen. Dieser Prozess nimmt die Christen in eine besondere Pflicht. Das Ziel der Wege Gottes ist nicht nur die Erneuerung der Menschheit, sondern zugleich die Erneuerung der ganzen Schöpfung. Von daher ergibt sich die besondere Verantwortung des Menschen für Gottes Schöpfung. Die christliche Anthropozentrik wird heutzutage oft als entscheidende Ursache für die Umweltzerstörung hingestellt. Die außermenschliche Schöpfung habe dadurch ihren sakralen, unantastbaren Charakter verloren. Eine Neubesinnung auf die biblischen Schöpfungserzählungen kann die anthropozentrische Sicht aufbrechen auf die Theozentrik der Schöpfung. Dadurch könnte deutlich werden, dass die Umwelt nicht beliebiges Rohmaterial für den Menschen ist, sondern Hinweis auf den Schöpfer. (Weisheit 13,1-5). Die Bézeichnung des Menschen als "Krone der Schöpfung" ist in der Bibel nicht zu finden. Jüdisch-christliche Anthropozentrik sollte stehts auf Gott bezogen sein und somit verantwortlich ist für die Schöpfung und den Umgang mit ihr. Tierquälerei ist für die biblischen Autoren ein religiöses Vergehen. Das Tier ist mehr als ein Objekt. Christliche Ethik kann sich nicht auf den Menschen allein beziehen, sondern muss tierisches und pflanzliches Leben, ja auch die leblose Natur, mit einbeziehen. Der Mensch ist verpflichtet, seine unwandelbare Verwurzelung in der Natur anzunehmen und auszugestalten, statt durch herrschaftliches Gehabe seinen Lebensraum und damit sich selbst zu gefährden. Der Mensch ist gehalten, den Eigenwert seiner Mitgeschöpfe zu achten, nicht durch einen auf totale Nutzung gerichteten Fortschrittsglauben die Natur bloß vordergründig nach ihrem Gebrauchswert zu bemessen. Dinge und Tiere haben ihren Sinn und ihren Wert, gerade auch in ihrem bloßen Dasein, ihrer Schönheit und ihrem Reichtum. Der Mensch ist gehalten, die Welt als Gleichnis Gottes zu verwalten und zu erhalten. Dem klassischen Anliegen des Tierschutzes muss mehr Beachtung geschenkt werden. Das Leben ist eine kostbare Gabe -- für den Menschen, ebenso wie im Blick auf andere Lebewesen und die Existenz von Leben überhaupt, denn Gott ist der Schöpfer und Schützer allen Lebens. Schlachtung Die Schlachtung von Tieren zum Zwecke der menschlichen Ernährung ist der am meisten verbreitete Ausdruck des Gewaltverhältnisses zwischen Mensch und Tier und stellt daher für die Förderung mitgeschöpflichen Verhaltens das schärfste Problem dar. Nach heutigen ernährungswissenschafltichen Erkenntnissen ist Fleisch für eine gesunde und vollständige Ernährung nicht nötig. Rituelle Schlachtung Bei der rituellen Schlachtung sollte zu Gunsten der Tiere bedacht werden, dass ein Blutentzug am lebenden Tier vorzunehmen ist. Genau diese Forderung wird durch eine Betäubung nicht in Frage gestellt. Jagd Das Vergnügen an der Jagd entspringt tiefsitzenden menschlichen Verhaltensmustern. In ethischer Betrachtung stellt sich aber die Frage, ob der Mensch so bleiben soll wie er ist, oder ob er sich im Sinne der Mitgeschöpflichkeit fortentwickeln, also verändern soll. Dabei geht es darum, ob das Töten von Tieren jemals eine Form der Vergnügung sein kann und sein darf. Teilnehmer an Jagdgesellschaften sind auch nicht immer die besten Schützen und den Tieren wird unnötiges Leiden und Schmerzen zugefügt




